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    Das Projekt

    Ist sie in den Köpfen oder auf dem Papier? Die Grenze zwischen Deutschland und Polen, die Grenze der alten EU – wie die Menschen dort leben, das erkunden die “Jungen Journalisten on Tour.”

    Der Ablauf des Projekts

    Jugendliche aus Deutschland und Polen bereiten Reportagen über die ersten Jahre in Polen und Deutschland nach der Erweiterung der EU vor, die das Leben in der Grenzregion zeigen. In binationalen Gruppen suchen sie nach Mit-, Gegen- und Nebeneinander und schauen wie die Menschen leben, in einer strukturschwachen Region, die nicht nur symbolischen Wert für das belastete deutsch-polnische Verhältnis ist. Die Jugendlichen erarbeiten mit vielen kleinen Geschichten ein vielfältiges und genaues Bild über die Jahre nach der Osterweiterung.

    Die Recherchen sollen in den Grenzregionen (Niederschlesien /Dolny Slask, Lebuser Land / Ziemia Lubuska, Westpommern / Pomorze Zachodnie in Polen und Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in Deutschland) stattfinden. Dort macht sich besonders bemerkbar, wie sich das Leben verändert, denn dort treffen die Menschen täglich aufeinander. Und es ist auch dort, wo die Menschen es mitunter vermeiden, die Grenze zu übertreten, trotz ihrer Nähe. Denn obwohl das gemeinsame Leben viele Chancen bietet, erweckt es genauso Ängste.

    Eine Radiogruppe beim Interview
    Eine Radiogruppe beim Interview

    Das Projekt besteht aus einem neuntägigen Workshop.
    Bereits im Vorfeld beschäftigen sich die Jugendlichen selbständig anhand eines Readers mit der deutsch-polnischen Problematik. Die umfasst mehr als den Karikaturenstreit um “Polens neue Kartoffel” und wird auf polnischer Seite bedeutend stärker wahrgenommen.

    An zwei Tagen werden die Teilnehmer/innen durch erfahrene Journalisten/innen sowie Pressefotografen/innen aus Deutschland und Polen in die verschiedenen Arbeitstechniken eingewiesen und noch tiefer in die Thematik eingewiesen. Dabei planen die Jugendlichen ihre eigenen Recherchereisen im Grenzgebiet, die sie mit einem begrenzten Budget durchführen müssen. Zielgerichtet erarbeiten sie Pläne, wen sie treffen und was ihr Thema ist.

    Anschließend gehen die Teams auf Tour. Jedes Team besteht aus zwei deutschen und zwei polnischen Jugendlichen und wird von einem erfahrenen Journalisten begleitet.

    Filmen beim Hip-Hop-Konzert.
    Filmen beim Hip-Hop-Konzert.

    Die Recherchen finden entlang der Grenze der beiden Staaten statt, die zugleich Grenze der alten EU ist. Bisher wurde tatsächlich von der Ostsee bis ins Dreiländereck recherchiert, doch die spannendsten Erkundungen kamen aus kleinen Orten, ohne ein gefördertes Zusammenkommen, aber mit “Initiative von unten”.

    An die Recherchen schließt dann das Verfassen von Reportagen durch jeden Teilnehmer an. Auch bei der Ausarbeitung der Beiträge ist die fachliche Hilfe gefragt; die Teamer stehen den jungen Kollegen/innen hier ebenfalls zur Seite. In einer gemeinsamen Runde werden dann die Beiträge präsentiert, Erfahrungen ausgetauscht und das weitere Vorgehen geplant.
    In Schulzeitungen, auf Jugendseiten regionaler und überregionaler Blätter und im Internet werden die Reportagen und Features einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

    Bewerben? Interessierte können sich jederzeit bei Sandra Hackert (hackert(at)kreisau(dot)de) melden.